| Umgang mit schwierigen Kollegen |
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| Donnerstag, 14. April 2011 um 11:56 |
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Seien wir ehrlich: In jedem Unternehmen gibt es nette Kollegen – und in jedem Unternehmen gibt es solche, mit denen der Umgang schwieriger ist.
Takt zeigenManche Verhaltensweisen stören so wenig, dass man es auch am Arbeitsplatz gut mit Arthur Schnitzler halten kann: „Toleranz heißt: die Fehler der anderen entschuldigen. Takt heißt: sie nicht bemerken.“ Schließlich hat jeder das Recht, seine Persönlichkeit auch im Büro frei zu entfalten – durch griesgrämiges Gebrummel genau so wie durch fröhliches Pfeifen.SelbstkontrolleAndere Verhaltensweisen lassen sich schlicht nicht übersehen. Totzdem sollten Sie im nächsten Schritt genau prüfen, was Sie eigentlich stört. Häufig stören uns nämlich diejenigen Verhaltensweisen am meisten, die wir an uns selbst nicht leiden können.Höflich bleibenAuch wenn der Kollege Ihnen gänzlich unsympathisch sein sollte: Sie fahren gut damit, ihm gegenüber höflich zu bleiben und ihm mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Völlig tabu sind Klatsch und Tratsch über seine Schwächen oder Eigenheiten!Es ansprechen
Ob Sie den Kollegen auf sein Verhalten ansprechen, witzig oder schlagfertig reagieren, diplomatisch vermitteln oder versuchen, die Situation souverän in den Griff zu bekommen: Meinst grenzt es selbst schon an Unhöflichkeit, einen Kollegen auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Durch eine wertschätzende Formulierung und die Angabe von Gründen gelingt es leichter, die Beziehung zu Ihrem Kollegen zu pflegen und der Bemerkung die Schärfe nehmen - zum Beispiel so:
„Herr Kollege, ich habe bemerkt, dass Sie mich heute mehrfach geduzt haben. Ich freue mich, dass Sie mir so viel Vertrauen entgegenbringen, ich möchte allerdings gerne beim „Sie“ bleiben. Wir siezen uns ja innerhalb der Abteilung und ich bin der Meinung, dass das unser gutes Arbeitsklima fördert. In manchen Situationen macht das „Sie“ es sogar leichter, auch heiklere Themen anzusprechen. Was meinen Sie?“
"Ein Mensch fühlt oft sich wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt." Vielleicht wirkt diese Medizin von Eugen Roth nur bedingt bei Ihrem Kollegen, aber ganz sicher werden Sie dadurch mit einer Person gut auskommen: mit Ihnen.
Dieser Artikel von Sarah T. P. Andiel ist auch erschienen im Magazin Wirtschaft der IHK Stuttgart, Ausgabe 10/2010 - als PDF öffnen |


